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Trailkurs
8. / 9. Mai 2010
Am Wochenende 8./9. Mai trafen sich 7 Pferdebesitzer mit ihren Pferden sowie ein paar Zuschauer zu einem Trailkurs auf der Grenzlandranch. Da der Kurs bereits um 9 Uhr startete, reiste ich mit meinem dreijährigen Kaltblüter schon freitags an, um ihm und mir Gelegenheit zu geben, alles in Ruhe anzuschauen. Nach einem kurzen Kennen lernen schickte Elke jeden Teilnehmer einzeln durch den Pacour und konnte so sehen, wo die Stärken und Schwächen der Paare lagen. Da gab es erfahrene und eingespielte Teams wie z.B. Sabine und Billy, die schon öfter in Schweix waren und jetzt an den Feinheiten des Miteinanders feilten, es gab Nicole und Hess, wo das Pferd der Lehrer und der Reiter der Schüler war und es gab Grisou und mich, die erstmal die Rangordnung klären mussten und viel an der Kommunikation zu arbeiten hatten.
Nachdem alle Paare gesichtet waren, suchte sich jeder einen Übungsplatz und arbeitet dort mit seinem Pferd. Elke ging zu jedem Paar und gab Hilfen und Anregungen. War für das eine Paar das Überschreiten der Plane die größte Herausforderung, kam das nächste und spazierte ohne Zögern darüber. So unterschiedlich die Pferde in Alter, Rasse und Ausbildungsstand waren, so unterschiedlich verhielten sie sich an den einzelnen Übungen. Es gab nur eine Übung, die alle in Perfektion beherrschten und mit der jedes Paar die Übungseinheit beendete – das Abgrasen des Grünstreifens an Weg und Reitplatz!!!Pferde und Menschen waren nach diesem Vormittag müde von der ganzen Kopfarbeit und freuten sich auf Ruhe und Mittagessen, welches Gerd nach Vorbestellung bei einem Italiener holte. (Die Pferde mussten mit Schweixer Heu und Silage vorlieb nehmen). Am Nachmittag wurden wir in Reiter und Bodenarbeiter eingeteilt. Die Reiter erhielten Tipps, wie sie ihr Pferd entspannter und feiner reiten konnten und Elke scheute sich nicht, in den Dressursattel von Kalvares zu steigen um selber zu fühlen, wie sie ihm und seiner Reiterin am besten helfen konnte.
Wir Bodenarbeiter vertieften das Gelernte vom Vormittag und wagten uns kleine Schritte weiter. Mein „Zwerg“ war von soviel Denksport dermaßen Erschöpft, dass er abends mit hängendem Kopf in seiner Box stand und ganz vergaß, die Haffidame nebenan zu ärgern. Auch mein Kopf brummte von den vielen neuen Eindrücken - dieses Brummen konnte ich aber im guten französischen Rotwein ertränken, den es abends in einem elsässischen Restaurant gab, wo sich ein Teil des Trupps müde und hungrig traf. Nach viel zu kurzer Nacht begrüßte uns am Muttertag ein feiner Regen und so arbeitete die Bodenarbeitsgruppe in der Halle. Für Grisou gab es dort tolle Dinge zu entdecken – ein Kaltblut, dass haargenau so aussah wie er und sich auch genauso bewegte : ). Um meine Versicherung nicht belangen zu müssen, machte ich die Übungen lieber fernab des interessanten Spiegels! Heute lernte Grisou, mich vom Stuhl zu schubsen und zu ziehen – aber dank meiner Hartnäckigkeit und Elkes Hilfe begriff er zuletzt doch, dass er sich einfach nur still neben dem Stuhl parken lassen sollte. Die Reiter nutzten eine Regenpause, um wieder auf dem Platz und an den Hindernissen zu arbeiten und bis Gerd mit dem „Essen auf Rädern“ kam demonstrierteElke an Smoky, wohin unser Weg führen kann.
Sonntagnachmittag wurde Grisou mit dem Round Pen konfrontiert, in welchem er sich erstmal ausgiebig wälzte um anschl. wie ein Süddeutsches Schlammblut aufzustehen. Um nicht als Einziger so dreckig zu sein, bespritzte er Elke von oben bis unten durch eine Vollbremsung in der Pfütze. Ganz warm ums Herz und feucht in den Augen wurde mir, als ich die beiden in harmonischem Miteinander arbeiten sah.
Ich reiste freitags mit einem liebenswerten, dickköpfigen Büffel an und sonntags mit einem feinfühligen, schmutzigen Pferd wieder ab!
Wer an diesem Wochenende Action und spektakuläre Übungen erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Es war ein Wochenende der leisen Töne, des feinen Kommunizierens, vieler guter Gespräche und wunderbarer Harmonie!
Vielen Dank an Elke, Gerd und allen Helfer!!!















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